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Ausgabe Nr. 17. April

USA bestätigen, nach Europa, gute Therapieergebnis erst ab > 100 Therapien pro Team und Jahr

Erschienen in der Zeitschrift Urology, geschrieben durch Jonathan G. Pavlinec MD und Li-Ming Su MD.

Diese Studie nutzt die National Cancer Data Base bei der Bewertung der Zusammenhänge zwischen Krankenhausvolumen und postoperativen Ergebnissen bei Patienten, die sich einer robotisch unterstützten radikalen Prostatektomie (RARP) bei klinisch lokalisierten Erkrankungen (CT1-2N0M0) unterziehen. Es ist bekannt, dass die Dezentralisierung dieses Verfahrens mit zunehmender Verfügbarkeit von Roboterplattformen in allen Gesundheitssystemen aufgetreten ist, und verbunden ist mit verbesserten perioperativen Ergebnissen, da die Volumina auf ca. 100 RALP-Fälle pro Jahr ansteigen.

 

1 Die Autoren schlussfolgern, dass Patienten, die sich RARP in Zentren mit höherem Volumen unterziehen, bessere perioperative und onkologische Ergebnisse erzielen, wobei wichtige Einschränkungen festgestellt werden. Mangelnder Konsens bleibt besteht über die spezifischen Faktoren, die diese Unterschiede in den postoperativen Ergebnissen zwischen Zentren mit niedrigem und hohem Volumen zeigen. Die zunehmende Erfahrung des Chirurgen wurde mit einem verringerten Risiko positiver Schnittränder nach RALP in Verbindung gebracht. Die Erfahrung von Chirurgen und Teams auf der Lernkurve ist ein kritischer Faktor.

2 Eine angemessene präoperative Auswahl für die Lymphknotensektion, technisches Erfahrungs-Niveau des operierenden Teams, Beteiligung von Auszubildenden, präoperative Optimierung der Ergebniserfassung und die strikte Einhaltung grundlegender chirurgischer Prinzipien sind wichtige Faktoren, die von Institution zu Institution variieren kann. Um den zahlreichen Variablen Rechnung zu tragen, ist zweifellos eine starke Führung, Kommunikation und akribische Technik des Primärchirurgen unerlässlich, um den Patienten eine hochwertigste Operation zu bieten. Weitere Studien können die spezifischen Faktoren klären, die sich auf die Qualität von RP auswirken, und diese sollten auch die langfristigen Auswirkungen auf funktionelle und onkologische Ergebnisse berücksichtigen.

 

Schlussfolgerungen: Patienten, die sich einer robotergestützten radikalen Prostatektomie in Krankenhäusern mit höherem Volumen (> 100 RP p.a.) unterziehen, haben wahrscheinlich bessere perioperative und überlegene onkologische Ergebnisse im Vergleich zu Krankenhäusern mit geringerem Volumen.

 

 

 

PSA-Wert nach Prostatektomie, aber vor Strahlentherapie (nach Rezidiv) mit langfristiger Antiandrogen-Therapie bringt neue Erkenntnisse

JAMA Onkologie

 

Veröffentlicht in der Zeitschrift Onkologie und 2 weiteren Kanälen Journal Scan / Forschung am 06. April 2020

 

Die Autoren dieser sekundären Analyse bewerteten den Zusammenhang zwischen dem PSA-Wert vor Radiotherapie und dem Nutzen einer Langzeit-Antiandrogen-Behandlung bei 760 Männern mit Rezidiv, bzw. PSA-Erhöhung nach radikaler Prostatektomie. Die Hormonentzugstherapie zeigte ein überlegenes Gesamtüberleben von 25% nach 12-Jahren und dies in der Gruppe mit PSA >1,5 ng/ml (HR, 0,45). In der Gruppe von 1,5 ng/ml wurde kein Nutzen festgestellt. In der Subanalyse von Männern mit PSA 0,61 bis 1,5 ng/ml (HR, 0,61) wurde eine Verbesserung des Gesamtüberlebens beobachtet. Männer mit einer PSA von 0,6 ng/ml hatten kein besseres Überleben, zeigten aber ein erhöhtes Risiko für eine hochgradige kardiale und neurologische Toxizität aufgrund der Hormonentzugstherapie. Diese Ergebnisse zeigen sowohl die potenziellen Vorteile aber auch die Schäden der Antiandrogen-Therapie und deuten darauf hin, dass der PSA-Wert vor der Strahlentherapie verwendet werden kann, um die Behandlungsentscheidung zu personalisieren. – Paul J. Hampel, MD

 

 

Studie zum funktionalen und onkologischen Ergebnis von Radikaler Prostatektomie RP nach Rezidiv nach fokalen Therapien FT

Dies ist eine retrospektive Überprüfung aller Patienten, die nach DER FT-Studie einer RP unterzogen wurden. Klinische und pathologische Ergebnisse konzentrierten sich auf chirurgische Komplikationen, onkologische und funktionelle Ergebnisse. Insgesamt wurden 34 Patienten identifiziert. Das Durchschnittsalter (Interquartilbereich [IQR]) betrug 61 (8,25) Jahre. Zu den untersuchten Therapien gehörten hochintensiver fokussierter Ultraschall (19 Patienten), Laserablation (13), fokale Brachytherapie (eins) und Kryotherapie (eins). Die Medianzeit (IQR) von FT bis zum Wiederauftreten betrug 10,9 (17,6) Monate. Es gab keine rektalen oder harntreibenden Verletzungen. Zwei (5,9%) Patienten hatten introgene Zystotomien (künstlicher Harnausgang) und vier (11,8%) entwickelten Blasenhalskontrakturen. Der durchschnittliche (sd) Krankenhausaufenthalt betrug 2,5 (2,1) Tage. Die T-Stufe war pT2 in 14 (41,2%) pT3a bei 16 (47,1%) und pT3b bei vier (11,8%). Insgesamt 13 (38%) Patienten hatten positive Schnittränder (PSMs). Sechs (17,6%) Patienten eine adjuvante Strahlentherapie (RT) erhielten. Bei einer durchschnittlichen Follow-up von 4,3 Jahren, sieben (20,6%) Patienten biochemischere Rezidive (BCR) entwickelten, und von diesen sechs (17,6%) Patienten, die mit Radiotherapie RT behandelt werden mussten. PSMs waren mit einem schlechteren BCR-freien Überleben verbunden (Hazard Ratio 6.624, 95% Konfidenzintervall 2.243-19.563; P – 0,001). Der mediane (IQR) präoperative internationale Prostatasymptom-Score und der Internationale Index für erektile Funktionspunkte betrugen 7 (4,5-9,5) bzw. 23,5 (15,75-25), während beim Endergebnis die Medianwerte (IQR) 7 (3,5-11) bzw. 6 (5-12,25) lagen (P = 0,088 und P 0,001) und einen künstlichen Harnsphinkter (Harnschliessmuskel) benötigt. Schlussfolgerungen: die heilende radikale Prostatektomie (sRP) sollte als Option für Patienten mit anhaltendem klinisch signifikantem Prostatakrebs oder einem Rezidiv nach FT in Betracht gezogen werden. PSMs (positiven Schnittränder) sollten als Risiko für wiederkehrende Erkrankungen nach sRP anerkannt werden, bzw. zumindest in der Schweiz darf es keine RP geben, bei der nicht bei laufender Operation die Schnittränder pathologisch abgeklärt werden.

 

 

Bewertung früher funktioneller und onkologischer Ergebnisse einer robotergestützten radikalen perinealen (durch den Damm) Prostatektomie (RPP)

Wir haben die Patienten, die zwischen November 2016 und September 2018 robotergestütztem RPP bei lokalisiertem Prostatakrebs unterzogen wurden, retrospektiv analysiert. Patienten, bei denen eine lokal fortgeschrittene Erkrankung nachgewiesen wurde oder bei der Magnetresonanztomographie im Verdacht stand, lokal fortgeschrittene Erkrankungen zu haben, und Patienten, die eine Kontraindikation für die übertriebene Lithotomie-Position hatten, wurden in dieser Studie nicht berücksichtigt. Patientendemografie, präoperative und postoperative Variablen, Komplikationen und Nachbeobachtungszeiten wurden aufgezeichnet. Es wurden Ergebnisse von insgesamt 95 Patienten aufgenommen. Ihr mittleres Alter betrug 61,5 +- 6,5 Jahre. Der mediane (interquartile Bereich [IQR]) des präoperativen prostataspezifische Antigenspiegel betrug 6,1 (3,7) ng/ml, die Median-(IQR) Operationszeit betrug 140 (25) min, und der mittlere Blutverlust betrug 67,4 +- 17 ml. Bei 12 Patienten (12,6%) wurde eine Beckenlymphknotensektion (PLND) durchgeführt. Der durchschnittliche Krankenhausaufenthalt (IQR) betrug 1 (1) Tag. Bei acht Patienten (8,4%) waren positive Schnittränder mit Krebsresten vorhanden. Nach der Katheterentfernung betrug die sofortige Kontinenzrate 41%. Die Kontinenzraten lagen bei 78%, 87% bzw. 91%, 3, 6 und 12 Monate nach der Operation. Die Wirksamkeitsraten betrugen 49 %, 69 % bzw. 77 %, 3, 6 und 12 Monate nach der Operation bei Patienten, die eine ausreichende Potenz voroperativ hatten. Die mittlere Nachbeobachtungszeit (IQR) betrug 13 (3,1) Monate.

Schlussfolgerung Wir schlussfolgern, dass robotergestütztes RPP eine zuverlässige und effektive chirurgische Technik ist, die bei der Behandlung von lokalisiertem Prostatakrebs unabhängig vom Prostatavolumen eingesetzt werden kann, insbesondere bei Patienten mit vorgängiger Bauchchirurgie. Als zusätzlichen Vorteil kann eine Beckenlymphknotensektion mit dem gleichen Schnitt durchgeführt werden.

 

Männer entwickeln nach Prostatektomie oft eine Klimakturie (Inkontinenz beim Geschlechtsverkehr)

Bis zu 45% der Männer erleben Climacturie nach radikaler Prostatektomie. Die Autoren führten eine retrospektive Studie zur Bewertung von Männern durch, die Urethralschlingen (einoperierte Schlinge um die Harnröhre) für ihren Inkontinenzstatus nach einer radikalen Prostatektomie erhielten. Anschließend wurde eine Umfrage durchgeführt, bei der die Climacturie vor- und nach der Schlingen-Platzierung bewertet wurde. Von den befragten Männern bestätigten 64,7% eine Climacturie. Nach der Schlingenplatzierung schien sich die Häufigkeit von Leckagen während sexueller Aktivität signifikant zu verringern (P = .041). Darüber hinaus nahm die Angst vor Inkonitinenz nach der Schlingenplatzierung ab.  Die Schlingen-Platzierung kann Climacturie für Männer nach radikaler Prostatektomie reduzieren.

 

 

Echtzeit-Bild-geführte (Lageänderungen der Prostata durch Atmung werden in Echtzeit korrigiert) ablative Prostatakrebs-Strahlentherapie (IGRT), Nutzen noch unklar

 

Erschienen im Urology Journal Scan / Research 12. April 2020

Die Autoren präsentierten die Ergebnisse der bildgesteuerten Echtzeit-Strahlentherapie (IGRT). Insgesamt wurden 48 Patienten behandelt. Die Echtzeit-IGRT ermöglicht eine Prostata-Bewegungskompensation mittels Verschiebungen der Liege oder Anpassung der Bestrahlungsrichtung. Bei 88 Patienten und insgesamt 51 % der Behandlungen trat eine Bewegungskorrektur bei 88 % der Patienten auf. Mit Echtzeitanpassungen hatten 5,5 % der Behandlungen eine um 5% geringere Strahlungsmenge als geplant. In Jahr der Nachbeobachtung gab es keine Nebenwirkungen im Genital- und Magen-Darmbereich der Klasse 3 (erneute Hospitalisierung).  Weitere Untersuchungen sind erforderlich, um festzustellen, ob IGRT in Echtzeit die Strahlungsbelastung reduzieren und die Genauigkeit der Prostatastrahlungstherapie verbessern kann. – Amy Luckenbaugh, MD

 

Erhöhtes Risiko für sekundäre Krebserkrankungen bei Patienten mit lokal fortgeschrittenem Prostatakrebs. Vergleich von lebenslangem Hormonentzug mit oder ohne externer Strahlentherapie

 

Veröffentlicht in Advanced Prostate Cancer und 1 anderen Kanal Journal Scan / Research 14. April 2020

 

Die Autoren dieser Studie bewerteten die Auswirkungen der Strahlentherapie kombiniert mit Hormontherapie im Vergleich zur Hormontherapie allein in der skandinavischen Prostatakrebsgruppe-7 (SPCG-7) Studie. Sie bewerteten auch die Auswirkungen der zweiten Strahlentherapie nach Rezidiv bei diesen Patienten. Die Strahlentherapie hatte ein Gefährdungsverhältnis von 1,19 für Sekundärkrebs und, was wichtig ist, ein Hazard Ratio (Risikoerhöhung) von 2,54 bei Blasenkrebs. Das mediane Gesamtüberleben war bei Männern, die eine hormonelle Therapie in Kombination mit Strahlentherapie erhielten, war wie erwartet länger. Ärzte sollten Patienten, die sich einer Prostata-Strahlentherapie unterziehen, hinsichtlich des erhöhten Risikos für Sekundärkrebs, insbesondere Blasenkrebs, beraten.

– Amy Luckenbaugh, MD

 

 

PSA-Messungen über Alter 70 Jahre

 

Die Autoren schlagen vor, dass die PSA-Tests fortgesetzt werden können, solange der Mann eine ausreichende Lebenserwartung hat, um von einer Behandlung zu profitieren, die nicht auf dem chronologischen Alter, sondern auf der physiologischen Beurteilung der Lebenserwartung basiert.

 

 

Mehrfachmedikamentierung erhöht das Risiko für ältere Patienten, die nach Chemotherapie stationär weiter behandelt werden

 

Die Anzahl der Medikamente, die ein Patient vor der Chemotherapie angewendet hat, ist ein Indikator für das Risiko für eine stationäre Weiterbehandlung. Dieses Ergebnis wurde im Journal of Geriatric Onkology am 7 April 2020 publiziert.

Probleme wie komorbide Erkrankungen, kognitive Beeinträchtigung, Gebrechlichkeit, Seh- und/oder Hörverlust, Unterernährung und Polypharmazie erschweren die Krebsbehandlung bei Patienten ab 65 Jahren. Polypharmazie ist definiert als Einnahme von 5 oder mehr Medikamenten; schätzungsweise 48 % bis 80 % der älteren Patienten mit Krebs haben multiple Komorbiditäten, die ein pharmakologisches Management erfordern. Polypharmazie erhöht das Risiko für unerwünschte Wechselwirkungen zwischen Arzneimitteln, für unerwünschte Arzneimittelereignisse und erhöht die Gesundheitskosten und die Ressourcennutzung. Das bedeutet, dass ab 3 gleichzeitig konsumierten Medikamenten eine Abgleich der Interaktion durch einen Apotheker (Spezialist für Medikamente) erfolgen und mit dem zuständigen Arzt besprochen werden muss. Das ist eine gesundheitspolitische Forderung.

 

Das PSMA PET-CT ist für eine detaillierte Diagnose von Prostatakrebs am besten geeignet

Urology Prostate Cancer, Erscheinung im April 15, 2020, Jody A. Charnow

In einer Phase-3-Studie war PSMA PET-CT 27 % genauer als die herkömmliche Bildgebung mit CT- und Knochenscans zum Nachweis von betroffenen Beckenlymphknoten oder entfernten Metastasen bei Männern mit hochriskantem Prostatakrebs. PSMA Positronen-Emissionstomographie (PSMA PET-CT) bietet eine genauere Möglichkeit, Männer mit hochriskantem, lokalisiertem Prostatakrebs zu diagnostizieren als die herkömmliche Bildgebung, so die Forscher. „PSMA PET-CT ist ein geeigneter Ersatz für die konventionelle Bildgebung und bietet eine überragende Genauigkeit gegenüber den kombinierten Ergebnissen von CT und Knochenscanning, schlussfolgerten Michael S. Hofman, MBBS, vom Peter MacCallum Cancer Centre in Victoria, Australien, und Kollegen in einem im The Lancet veröffentlichten Papier. In einer Phase-3-Studie untersuchten Dr. Hofman und seine Mitarbeiter 300 Männer mit lokalisiertem Hochrisiko-Prostatakrebs, die für eine radikale Prostatektomie oder Strahlentherapie mit heilender Absicht in Betracht gezogen wurden. Die Ermittler ordneten den Männern nach dem Zufallsprinzip eine konventionelle Bildgebung mit CT- und Knochenscans (152 Patienten) oder Gallium-68 PSMA-11 PET-CT (148 Patienten) zu. Die Studie hatte ein Crossover-Design, bei dem Männer, die nicht mehr als 2 eindeutige entfernte Metastasen auf der Erstlinien-Bildgebung hatten, einer Second-Line-Bildgebung mit den jeweils anderen bildgebenden Geräten unterzogen wurden. PSMA PET-CT zeigte eine um 27 % höhere Genauigkeit als herkömmliche Bildgebung (92% vs 65%) bei der Erkennung von Beckenlymphknoten oder entfernten Metastasen, berichteten die Ermittler. Im Vergleich zur konventionellen Bildgebung hatte PSMA PET-CT eine höhere Empfindlichkeit (85% vs. 38%) Spezifität (98% vs 91%). PSMA PET-CT als Erst-Linien Diagnose führte zu mehr gezielter Therapie-Änderungen als herkömmliche Bildgebung (28% vs. 15%) und diese hatte auch weniger eindeutige Befunde (7% vs 23%). Darüber hinaus war die konventionelle Bildgebung mit einer höheren Strahlenexposition verbunden als PSMA PET-CT (19,2 vs. 8,4 mSy). Bei Patienten, die einer Zweitlinien-Bildgebung unterzogen wurden, traten bei 27 % der Patienten nach PSMA PET-CT Therapie-Änderungen auf, verglichen mit 5 % derjenigen, die einer konventionellen Bildgebung folgten. „Kollektive Daten aus dieser prospektiven bildgebenden Studie und anderen Serien liefern Daten, dass PSMA PET-CT besser ist als konventionelle Bildgebung durch CT- und Knochenscan für die Diagnose von Männern mit hochriskantem Prostatakrebs vor der Operation oder Strahlentherapie mit kurativer Absicht. Bestehende Leitlinien sollten im Lichte dieser Ergebnisse überprüft werden“, schrieben die Autoren. „Weitere gesundheitsökonomische Analysen sind in vielen Ländern im Gang, um eine Erstattung zu unterstützen und um Männern einen breiten Zugang zu PSMA PET-CT zu ermöglichen.“ Die PSMA-PET-CT-Diagnose wird in der Schweiz von der Krankenkasse bezahlt.

 

Ausgabe Nr.16. März 2020

Assoziation zwischen Beckenbeschwerden und erektiler Dysfunktion bei erwachsenen männlichen Radfahrern

 

Die Autoren zielten in der Zeitschrift Urologie vom 24.03.2020, darauf ab, festzustellen, ob Genitalschmerzen und Taubheit mit erektiler Dysfunktion (ED) bei männlichen Radfahrern verbunden sind. Über 1500 Patienten absolvierten das Sexual Health Inventory für Männer, und die Mehrheit war seit über 10 Jahren aktive Radfahrer. Von den befragten Männern berichteten 57% von Genitaltaubheit, während 30% genitale Schmerzen berichteten. In der Zwischenzeit berichteten 22% ED. Männer, die von Penis Taubheit berichteten, hatten ein höheres Risiko für gemeldete ED (OR, 1.453; P=.048). Interessanterweise waren Genitaltaubheit und Schmerzen, die unmittelbar nach dem Radfahren (innerhalb von 1 Stunde) auftreten, mit einem höheren ED-Risiko verbunden.

Diese Studie legt nahe, dass Radfahrer mit Genitaltaubheit eher ED melden als Radfahrer ohne Genitaltaubheit. Amy Luckenbaugh, MD

 

Richtlinien beim Einsatz von sozialen Medien in der Urologie

 

Jacob Taylor, Department of Urology, NYU School of Medicine, New York, NY, USA, First published: 20 October 2019

Der Gebrauch der sozialen Medien nimmt laufend zu. Dies verändert auch die Kommunikation zwischen Ärzten, Patienten und Lieferanten. Auch in der Urologie wird nach der Schaffung einer professionellen On-line-Identität und einer ausreichenden Datensicherheit für die Patienten, diese Art Medium stärker eingesetzt. Der Zweck des zugrunde liegenden Artikels war es, zu vergleichen und die besten Leitlinien hervorzuheben. Obwohl diese Leitlinien für die Ärzteschaft bestimmt sind, ist es gut, wenn auch die Patienten dieses Thema kennen. Diese sind es, die durch diese Richtlinien in ihrer Privat-Sphäre geschützt werden sollen.

 

Richtlinien der EAU, der Europäischen Urologen Vereinigung, für Ärzte bei der Verwendung von sozialen Medien

 

Der gewichtigste Punkt lautet, dass die Privatsphäre und die Vertraulichkeit der Patienten niemals untergraben werden darf, und betont, dass die Verletzung der Privatsphäre die potenziell schwerwiegendste Verletzung der professionellen Nutzung sozialer Medien darstellt.

Die Angabe Ihres Namens, Ihrer Person und Ihres Berufs ist der Schlüssel zur Schaffung einer professionellen digitalen Identität, die mit Ihren beruflichen Zielen übereinstimmt.

Vermeiden Sie es, medizinischen Rat zu erteilen und die Grenzen zwischen Ihrer Präsenz in den sozialen Medien und den Patienten zu wahren, um sicherzustellen, dass der professionelle Abstand gewahrt bleibt.

Die Annahme der Dauerhaftigkeit der Daten wird empfohlen, da alle Online-Inhalte in der Regel trotz Löschung in irgendeiner Weise öffentlich auffindbar sind. In vielen Empfehlungen ist eine „&quot Pause vor dem Posten“-Regel aufgetaucht, die die Nutzer daran erinnern soll, sich einen Moment Zeit zu nehmen, um sich an die zeitgestempelte Dauerhaftigkeit aller Social-Media-Interaktionen zu erinnern.

Verwenden Sie Instant-Messaging-Software mit Vorsicht, da nicht alle Messaging-Anwendungen mit dem Health Insurance Portability and Accountability Act (HIPAA) konform sind, insbesondere in den USA. Sie empfehlen, dass sich die Benutzer über ihre institutionellen Richtlinien informieren und sicherstellen, dass der Nachrichtendienst über angemessene Verschlüsselungen mit der zugehörigen Nachrichten-De-Identifizierung verfügt.

Höflichkeit und das Vermeiden von verleumderischen Kommentaren wird empfohlen und ist der Schlüssel zur Ausübung von Professionalität bei allen Verhaltensweisen in den sozialen Medien.

Hüten Sie sich vor Social-Media-Richtlinien, die von den Arbeitgebern festgelegt wurden, um die Einhaltung zu gewährleisten. Die Angabe aller eigenen Ansichten zu Ihren Social-Media-Profilen kann in dieser Hinsicht hilfreich sein.

Hüten Sie sich vor Werbung und Eigenwerbung die von anderen negativ empfunden wird. Ihre beruflichen Verpflichtungen besteht darin, sachlich richtige Meinungen auszudrücken und unbegründete Behauptungen zu vermeiden.

Verwenden Sie krankheitsspezifische Ontologie-Hashtags für die strukturierte Online-Kommunikation. Im Jahr 2016 haben Kutikov et al. eine umfassende Liste von Hashtags und Twitter-Griffen erstellt, um urologiespezifische Gespräche online zu erleichtern, die dieses Jahr kürzlich aktualisiert wurde.

https://orcid.org/0000-0003-2190-7309                                https://doi.org/10.1111/bju.14931

 

Urology, publish date march 4, 2020

 

Gekochte Büchsentomaten reduzieren das Risiko für Prostatakrebs

Jody A. Charnow

Der Verzehr von Dosen- und gekochten Tomaten 5 bis 6 Mal pro Woche war signifikant mit einem 28% geringeren Risiko für Prostatakrebs verbunden, verglichen mit dem Verzicht auf diese Lebensmittel, so eine Studie. Der Verzehr von Dosen- und gekochten Tomaten kann nach Ansicht der Ermittler mit einem verringerten Risiko für Prostatakrebs (PCa) in Verbindung gebracht werden. Eine prospektive Studie mit 27. 934 Adventisten, die bei der Einschreibung krebsfrei waren, ergab, dass der Verzehr von Dosen- und gekochten Tomaten 5 bis 6 Mal pro Woche signifikant mit einem um 28% verringerten PCa-Risiko verbunden war, verglichen mit dem Verzicht auf dieses Lebensmittel, nachdem mehrere potenzielle Störfaktoren entfernt worden waren. Das berichteten Gary E. Fraser, MBChB, PhD und Kollegen von der Loma Linda University in Loma Linda, Kalifornien. Die Studie fand keinen signifikanten Zusammenhang zwischen PCa und dem Verzehr von rohen Tomaten, Tomatensuppe, Tomatensauce und Gemüsesaft auf Tomatenbasis. „Wenn unsere Ergebnisse durch den Lycopingehalt der Tomatenprodukte erklärt werden, wird festgestellt, dass Lycopin durch den Verzehr verschiedener Produkte auf Tomatenbasis in unterschiedlichem Maße absorbiert wird“, schrieben die Ermittler. Die Bioverfügbarkeit ist besser, wenn die Tomaten erhitzt wurden, da dies die Abtrennung des Lycopins von den Trägerproteinen erleichtert. Das Team von Dr. Fraser untersuchte Männer, die an der adventistischen Gesundheitsstudie-2 teilnahmen. Zu Beginn der Studie füllten die Studienteilnehmer selbstständig Fragebögen zur Häufigkeit der Nahrungsaufnahme aus, in denen sie ihre durchschnittliche Häufigkeit der Aufnahme verschiedener Nahrungsmittel und Getränke und die Größe der Portionen im vergangenen Jahr Angaben. Während einer durchschnittlichen Nachbeobachtungszeit von 7,9 Jahren identifizierten die Ermittler 1226 neue PCa-Fälle, davon 355 aggressive Fälle. In einer Diskussion über die Stärken der Studie stellten die Forscher fest, dass ihre Daten auf umfangreichen Informationen über die Ernährungsgewohnheiten basieren, was es ermöglicht, die Aufnahme von Lycopin abzuschätzen. Und wir konnten, zumindest in gewissem Umfang, die erhebliche Fehlklassifizierung korrigieren, denen die meisten Studien in der Ernährungsepidemiologie unterliegen. Hinsichtlich der Einschränkungen räumten die Autoren ein, dass sie nur zu Beginn der Studie Daten über die Ernährungsgewohnheiten erhoben haben. Einige frühere Studien haben Zusammenhänge zwischen einer hohen Aufnahme von Lycopin, einem Carotinoid mit antioxidativen Eigenschaften, und einem verringerten PCa-Risiko gefunden. Zum Beispiel war unter 47‘365 Männern in der Nachbeobachtungsstudie für Angehörige der Gesundheitsberufe das höchste gegenüber dem niedrigsten Quintil der Lycopineinnahme signifikant mit einem um 16% verringerten PCa-Risiko verbunden, so die 2002 im Journal of the National Cancer Institute veröffentlichten Ergebnisse. Im Vergleich zum Verzehr von weniger als einer Portion Tomatensauce pro Monat war der Verzehr von zwei oder mehr Portionen pro Woche signifikant mit einem um 28%, 35% und 36% verringerten Risiko für organbegrenztes, fortgeschrittenes bzw. metastatisches PCa verbunden.

Eine systematische Überprüfung und Meta-Analyse von 24 veröffentlichten Studien ergab, dass die höchste Kategorie der Tomatenaufnahme im Vergleich zur niedrigsten Kategorie signifikant mit einem um 16% reduzierten PCa-Risiko verbunden war, so die in den wissenschaftlichen Berichten von 2016 veröffentlichten Ergebnisse.

 

Referenzen

 

Fraser GE, Jacobsen BK, Knutsen SF, et al. Tomato consumptions and intake of lycopene as predictors of the incidence of prostate cancer: the Adventist Health Study-2 [published online February 25, 2020]. Cancer Causes Control, no.10.1007/s10552-020-01279-z

Ausgabe Nr.14 .Januar

Niedriger PSA-Wert ist günstig für Männer in der Mitte des Lebens

 

Am 22 Januar 2020 publizierte die Zeitschrift Urology folgenden Meldung von Natasha Persaud:

Ergebnisse

  • Repetitives PSA-Screening bei Männern zwischen 55 und 60 Jahren mit PSA <= 2 ng/mL kann in der Häufigkeit reduziert werden
  • Der Start- oder Basiswert kann zur Planung der Häufigkeit des PSA-Screening verwendet werden mit dem Ziel Überdiagnose und Übertherapie zu vermeiden
  • Auf der Basis der anhaltenden Diskussion um das PSA-Screening in dieser Zielgruppe, hat Evan Kovac, MD, des Montefiore Medical Center in Bronx, NewYork, zusammen mit Kollegen die Daten von 10‘968 Männer zwischen 55 und 60 Jahren aus 1993 – 2001 retrospektiv analysiert
  • Die entsprechenden PSA-Basiswerte der innert 13 Jahren mit PK diagnostizierten Männer sind: 0,4 % diagnostiziert bei PSA <= 0.49; 1,5 % bei PSA 0,5 – 0.99; 5,4 % bei PSA 1 – 1,99; 10,6 % bei PSA 2 – 2,99; 15,3 % bei PSA 3 – 3,99; 29,5 % bei PSA > 4
  • Gezählt wurden nur die PK Diagnosen mit Gleason Score >= 7, T2b oder T2c und höher, Lymphknotenbefall und PK spezifischer Mortalität
  • Während der Studie starben (nur) 15 Männer, wovon 9 einen PSA Wert >= 2 hatten
  • Die Analysten empfehlen PSA Screening bei PSA <= 1 alle 5 Jahre; bei PSA <= 2 alle 2 Jahre ab Alter 45/50 Jahre

Risiko für Schlaganfall und trombotische Ereignisse bei Männern nach Ersttherapie Bestrahlung mit Hormonentzug

 

Oliver Sartor MD, Laborde Professor, Cancer Research, Medicine and Urology Departments, Tulane School of Medicine, New Orleans, Louisiana, beschreibt das Ergebnis einer Studie mit 44‘000 Männern über einen Zeitraum von 15 Jahren wie folgt:

Männer mit einer länger als 1 Jahr andauernden Hormonentzugstherapie (ADT) unterliegen einem leicht höheren Risiko für Herzinfarkt, kurzfristige Blutunterversorgung von Hirn, Rückgrat oder Sehnerven und tiefliegenden Trombosen. Bei der Empfehlung von langdauernden Hormonentzugstherapien sollte diese Tatsache stärker gewichtet werden.

https://www.practiceupdate.com/c/93639/67/11/?elsca1=emc_enews_weekinreview&elsca2=email&elsca3=practiceupdate_advancedprostatecancer&elsca4=advancedprostatecancer&elsca5=newsletter&rid=NjY3NjYwMzQwMTMS1&lid=10332481

 

Pathologie-abgeglichene Effizienz von PSMA-PET-CT = 100 %

 

Die Diagnostik mittels PSMA-PET-CT erweist sich als äusserst potentes Mittel zur Detektion von PK-Zellansammlungen, bzw. PK-Metastasen. Die Analysten verglichen dabei die Ga68-PSMA-11 PET/CT mit den entsprechenden Gewebeproben. 15 Prostaten wurden so überprüft. Dabei wurden 100 % der Gewebe mit den höchsten Gleason Scores gefunden und 82 % derjenigen mit tieferem Gleason Score. Die nicht identifizierten Zellen hatten < 10 % mit Gleason Score <= 4.

Der klinisch signifikante Prostatakrebs kann mit dem PSMA PET/CT sicher erkannt werden.

Published in Urology          Journal Scan / Research · December 18, 2019

https://www.practiceupdate.com/C/94317/56?elsca1=emc_enews_topic-alert

 

Klinische Notwendigkeit und Nutzen von Genome Untersuchung nach Prostataentfernung

Die Diagnostik und Entscheidungsfindung nach Prostataentfernung und Rückfall kann mit Genome-Untersuchungen deutlich verbessert werden, besagt eine Studie von Gautam Jayram, MD, geschrieben von Eric A Klein, MD, publiziert in der Zeitschrift Urology. In die Studie waren 3000 Männer, therapiert zwischen 2014 und 2019, eingeschlossen. Die Genome-Untersuchung erfolgte nach der Operation und die Analysten entdeckten, dass die Ergebnisse weitere Therapien signifikant beeinflussten. In der Genome-Hochrisikogruppe wurden neunmal mehr Männer frühzeitig bestrahlt und das mit dem Ergebnis eines deutlich längerem Intervalls bis zum biochemisch bewiesenen Rückfall.

Der Genome-Test nach Prostataentfernung erscheint äusserst gewichtig bei der Entscheidung zur Vorzeitigen Bestrahlung.

Decipher ist eine Sammlung von 22 Genen, die, wenn vorhanden, den Ärzten nahelegen, dass das Rückfall-Risiko massiv erhöht ist. Eine vorzeitige Bestrahlung in diesen Fällen vermindert den biochemisch bewiesenen Rückfall um das 10fache. Daher sollte dieser Test bei Gefahr einer nicht vollständigen Krebsentfernung regelmässig durchgeführt werden.

https://www.practiceupdate.com/C/93642/56?elsca1=emc_enews_topic-alert

 

Ausgabe Nr.13.Dezember 2019

 

 

Liebe Patienten, liebe Angehörige,

Wieder geht ein Jahr zu Ende. Hoffnungen wurden erfüllt, viele Hoffnungen aber blieben unerfüllt. Vor allem geht es um Hoffnungen persönlicher Art, eben die Gesundheit betreffend. Manche von Euch leben mit Wirkungen und Nebenwirkungen von Krebstherapien und kämpfen sehr damit. Dies insbesondere bei fortgeschrittenem (Prostata-)Krebs. Damit umzugehen stellt höchste Anforderungen an jeden Betroffenen. Das sind die Helden dieser Welt. Wie heisst es doch: mit sich selber umgehen ist am schwierigsten.

Gerne wünschen wir Euch vom erneuerten Vorstand eine möglichst gute Gesundheit, viel Kraft, Freude und Zufriedenheit.

Möge Euch eine frohe und besinnliche Weihnacht mit vielen schönen Erinnerungen beschert sein. Unser Herr und Gott möge Euch begleiten.

Danke für alle Begegnungen im vergangenen Jahr, auch wenn sie nur kurz waren.

Wir haben jede geschätzt und freuen uns auf weitere Kontakte.

 

Max Lippuner

Monika Schneider, Monica Schmid, Elvira Harms, Markus Weber, René Frommer

Neue Hoffnung für Patienten mit fortgeschrittenen Prostatakrebs 2

Bitte lesen Sie auch unter Vorträge/Seminare den PSMA-Bericht.

  • Die amerikanische FDA hat im August 2019 ein Immuno-Therapeutikum von Calibr, Scripps Research, La Jolla, CA, mit dem Entwicklungsnamen CCW702 als neues, in Entwicklung und im Test befindliches Medikament (IND application), akzeptiert. Dieses Immunotherapeutikum soll zusammen mit dem seit längerem bekannten und im Einsatz befindlichen Medikament PSMA angewendet werden.

Der Zweck dieser Entwicklung ist es, die Diagnostik, die Krebstherapie und die Krebs-Immunotherapie in Aufeinanderfolge einzusetzen. Dies bedeutet, leider aufgrund der unterschiedlichen GEN-Mutationen der Menschen, dass nur ca. 2/3 der Patienten ein höchst zielgerichtetes Diagnostikum, ein höchst zielgerichtetes Therapeutikum (radioaktive Kurzbestrahlung aus der Krebszelle auf die Krebszelle) und zum Dritten ein ebenso hochwirksames Immunotherapeutikum zur Verfügung hätten. Zur Erklärung, das Immunotherapeutikum ermöglicht es dem eigenen Immunsystem die Krebszellen wieder zu erkennen und zu zerstören. Die ebenso gute Nachricht ist, dass das Diagnostikum unter sfr 1000.-, das Therapeutikum (alle 3-5 Jahre) unter sfr 10‘000.- und das Immunotherapeutikum (alle X Jahre) unter sfr X erhältlich sein sollten. Und ebenso gut ist, dass eigentlich keine Nebenwirkungen, insbesondere diejenigen von Hormonentzug und Chemotherapie, zu erwarten sind. Der Einsatz der doppelten Therapie soll die Krebszellen (laut Tierversuchen) komplett zerstören. Der Vorteil ist, dass nicht nur Prostatakrebs, sondern auch Brustkrebs und andere Krebsarten damit behandelt werden können.

Hier wird eine völlig neue Therapielinie entwickelt, die grosse Hoffnung auslöst auf zahlbare, effektive, nebenwirkungsfreie Krebs-Therapien, die möglichst bald (erwartet werden für das Immunotherapeutikum 2 Jahre) verfügbar sind.

Ausgabe Nr.11.November 2019

Fokale Laserablation von Prostatakrebs mit goldenen Nanopartikel, auch Lichttherapie genannt

Prof Dr Rastinehad, Icahn School of Medicine at Mount Sinai, Newyork, beschreibt die AuroLase Therapie wie folgt:

Wenn Infrarotähnliches-Licht auf goldene Nanopartikel trifft, werden diese heiss und zerstören gering bis mittel-Risiko Prostatatumore. Die intravenös gespritzte Lösung enthält goldene Nanopartikeln, die 50mal kleiner als rote Blutkörperchen (150 nm) sind. Die Nanopartikel werden extra hergestellt und bestehen aus einem Kieselsäure-Kern und einer goldenen Schale. Diese werden durch das Blut im ganzen Körper verteilt und nach der Anwendung von der Leber absorbiert. Es ergeben sich keine bekannten Nebenwirkungen. Dies auch, weil der infrarote Lichtleiter durch MRI/Ultraschall-geführte Biopsie-Nadeln direkt in die krebsbetroffene Zone der Prostata geführt wird. Mit einer Reichweite der Infrarotstrahlung von wenigen Millimeter werden die Nanopartikel im Gewebe erhitzt und lösen damit den Tod der Krebszellen aus.

Diese Therapie braucht zur Absicherung noch grössere Studien, kann aber für uns Patienten sehr interessant werden.

Die Therapie wird in der Schweiz nicht angeboten, obwohl alle gerätetechnischen Voraussetzungen an diversen Orten gegeben sind. Die Zulassungen von Swissmedic, EMA und FDA fehlen noch.

Proceedings of the National Academy of Sciences (2019;10;116:18590-18596).

 

 

Gutartige Prostatavergrösserung

Therapieverfahren im Vergleich

Entsprechen einer retrospektiven Untersuchung von PubMed, Embase, and Cochrane Datenbanken, bis 31. März 2019, wurden folgende 9 Verfahren verglichen:

  • Ausschabung
    • Urinfluss weniger gut
  • Ausschabung, elektrische, monopolare, transuretrale (TURP)
    • Urinfluss gut
    • TURP ist Vergleichsbasis
  • Verbrennung, elektrische, monopolare oder bipolare
    • Therapiesicherheit hoch
    • Urinfluss sehr gut (wie TURP)
    • Urinfluss sehr gut (Laser-Diode)
  • Verdampfung mit diversen Laserarten
    • Laser-Dioden Verdampfung
      • Urinfluss schwach

 

Studie von Europa Uomo zur Lebensqualität von PK Überlebenden in Europa geschlossen

3000 Teilnehmer

Details im März

D.

Zwischenresultate der IMPACT Studie

Beweise für PSA-Screening bei Männern mit BRCA2-Mutationen

 

Männer mit Keimbahn-Mutationen von BRCA1/2 tragen ein höheres Risiko zur Entwicklung von agressivem Prostatakrebs. Dazu wurden 3000 Männer im Alter von 40-69 Jahren in die Studie eingeschlossen. Nach 3 Jahren hatten 500 Männer einen PSA-Wert von >3ng/ml. Das Biopsy-Ergebnis zeigte eine um 50 % höhere Prostatakrebs-Rate bei Männern mit BRCA2-Mutationen.

Dieses Resultat begründet ein systematisches, organisiertes PSA-Screening für diese Männer.

Wenn BRCA2-Mutationen bei Vorfahren oder Geschwistern nachgewiesen wurden, wird der Test von der Krankenkasse bezahlt.

Ausgabe Nr.10.Oktober 2019

Das PRIAS-Projekt (Studie zur Aktiven Überwachung) ist online

 

Rufen Sie die Website: https://www.prias-project.org/

Sie können an der Studie teilnehmen, wenn Sie folgende Merkmale haben:

  • Histologisch bewiesener Prostatakrebs
  • Ausreichend fit für heilende Therapien
  • Clinical Stage T1C oder T2
  • Ausreichende Anzahl Gewebeproben
  • Ein oder zwei Biopsyproben mit Prostatakrebs
  • Gleason-Score <= 3+3=6
  • PSA-Dichte <= 0.2
  • PSA-Wert der Diagnose <= 10ng/ml
  • Teilnehmer müssen die verlangten Arztbesuche wahrnehmen

 

Click here to go to the
prostate cancer risk calculators

Kontakt

Monique Roobol
Risk Calculator Administrator

info@prostatecancer-riskcalculator.com

 

 

 

Prostatektomie gegen Bestrahlung (mit und ohne Brachytherapie)

Therapieverfahren im Vergleich

Entsprechend einer retrospektiven Untersuchung auf Stufe Bevölkerung mittels der SEER-Datenbank wurde das Ergebnis von Hochrisiko Prostatakrebs durch Neil K Taunk MD, MS verglichen. Den Männern wurde die Prostatektomie vorgeschlagen und haben selber die Bestrahlung gewählt. Die Studienautoren kamen zum Schluss, dass die Prostatektomie und die MRIT-Bestrahlung mit anschliessender Brachytherapie ein vergleichbares Gesamtüberleben ergibt im Gegensatz zur reinen MRIT(EBRT)-Bestrahlung. Damit bestätigt diese Untersuchung frühere bevölkerungsbasierte Studien. Publikation in «Cancer Medicine».

https://www.practiceupdate.com/C/91670/56?elsca1=emc_enews_topic-alert

 

 

 

Langzeitergebnis nach Prostatektomie ist gut trotz messbarem PSA

Kein Nachteil nach RP mit anschliessendem PSA > 0.05 ml/ng

Das krebsspezifische Überleben nach Prostatektomie war nach 10 Jahren für Patienten mit messbarem PSA bei 91 % und bei Patienten mit nicht messbarem PSA bei 99 %.

Peter E. Lonergan MD analysierte zusammen mit Kollegen der Universität von Kalifornien, San Francisco, die Daten von 500 Patienten in der Zeit von 2000-2018, die 2-6 Monate nach der Operation einen PSA-Wert von >= 0.5 ng/ml aufwiesen. Bei der Diagnose waren die Männer durchschnittlich 62 Jahre alt und hatten einen durchschnittlichen PSA-Wert von 7,95 ng/ml. Das untersuchte Gewebe hatte in 10 % einen Gleason Score von 3+3, in 33 % einen von 3+4, in 29 % einen von 4+3 und in 28 % einen von 8-10. Der TNM-Wert, bzw. der Krebsstatus war in 40 % T2 in 57 % T3 und in 3 % T4. 16 % der Männer hatten befallene Lymphknoten.

Zusammenfassung: bei Betrachtung des 10Jahres-Horizonts ergeben sich auch bei messbarem und stabilen PSA sehr gute Überlebensprognosen.

https://www.renalandurologynews.com/home/conference-highlights/annual-meeting-of-the-society-of-urologic-oncology/suo-2019/long-term-outcomes-after-prostate-surgery-good-despite-detectable-psa/?utm_source=newsletter&utm_medium=email&utm_campaign=run-spotlight-hay-20191211&cpn=&hmSubId=hk-ravjeYe41&hmEmail=12Us0hiejQfABycFBZR_nQ2&NID=&c_id=&email_hash=174f07fd6c89401b9b0dabb95a62a003&mpweb=1323-77998-6195442

 

 

Patienteninformationen zum Prostatakrebs

Bitte rufen Sie auf:

https://www.krebsinformationsdienst.de/tumorarten/prostatakrebs/index.php

 

 

Kein Überlebensvorteil für Prostatektomie gegen Bestrahlung MRIT/EBRT

Erneut wird mit Studien belegt, dass für Patienten mit Gleason-Score 9-10 weder mit einer radikalen Prostatektomie noch einer modernen, externen Bestrahlung krebsspezifische Überlebensvorteile erreicht werden. Ein multidisziplinärer Therapie-Ansatz (Einsatz eines Tumorboards) bringt Vorteile, im Besonderen in Bezug auf die Lebensqualität.

https://www.practiceupdate.com/C/91670/56?elsca1=emc_enews_topic-alert

 

 

PSA-Anstieg nach Prostatektomie

Ursache mit PSMA-PET/MRI umgehend abklären

 

Sobald der PSA nach Prostatektomie wieder ansteigt, sollte umgehend ein PSMA-PET-MRI gemacht werden. Dieses wir von der Krankenkasse bezahlt (Zweitlinien-Diagnostik). Damit lassen sich Krebsherde bis auf eine Grösse von 2 mm mit hoher Sicherheit feststellen. So kann gezielt entschieden werden, welche Therapie einzusetzen ist.

Die retrospektive Studie wurde am 1. Dezember 2019 in der Zeitschrift Urologie publiziert. Dazu wurden die Daten von 191 Männern (PSA nach RP >=0.1 ng/ml) eingeschlossen. Das Ergebnis nach PSMA-PET-MRI war folgendes:

  • 35 % hatten Metastasen im Becken
  • 33 % hatten Fernmetastasen
  • 42 % hatten befallene Lymphknoten
  • 1 Mann hatte schon vor der Prostatektomie eine Metastase
  • 24 % der Männer hatten neue Metastasen
  • 2/3 der Männer reagierten auf das PSMA
  • 1/3 der Männer konnten mit dem PSMA-PET-MRI nicht diagnostiziert werden

https://gallery.mailchimp.com/a510106864865cf525eeeb425/files/d0970fe3-d2b0-4c33-ad6c-17337acd8fad/UsTOO_HotSHEET_December_2019.pdf?utm_source=Board+%2B+Ex-Officio%27s&utm_campaign=c65933bcc0-EMAIL_CAMPAIGN_2018_04_30_COPY_01&utm_medium=email&utm_term=0_152b241ae1-c65933bcc0-321280253

Ausgabe Nr.9.September 2019

Neue Hoffnung für Patienten mit fortgeschrittenen Prostatakrebs

Nachdem sich die Diagnose für fortgeschrittenen Prostatakrebs (PK) mittels PSMA, angereichert mit einem radioaktiven Strahler für ein anschliessendes PET-CT, durchgesetzt hat und von der EMA und von SWISSMEDIC zugelassen wurde,  gehen die Bestrebungen dahin, den Einsatzbereich zu erweitern und das PSMA auch in speziellen Fällen zur Erkennung des PK vor der Ersttherapie einzusetzen. Weitere Meldungen folgen.

Darüber hinaus wird das PSMA, angereichert mit einem starken radioaktiven Strahler, zur Therapie von fortgeschrittenem PK, in Deutschland in mehreren Kliniken und in der Schweiz vorerst in den Uni-Kliniken Basel und Zürich und bald in weiteren Kliniken experimentell angeboten. Die Therapie wird in drei Injektionen unterteilt und verlangt 3 Tage stationären Überprüfungsaufenthalt. Im Moment wird die Therapie vor allem als letzte Chance (experimenteller Einsatz) nach Hormonentzug, starkem Hormonentzug und Chemoanwendung eingesetzt. Dies dürfte sich aber aufgrund der guten Ergebnisse bald ändern. Nach der Marktzulassung ist auch die Zahlung durch die Krankenkasse in der Schweiz geregelt. Weitere Meldungen folgen.

Der Hauptnutzen dieser neuen Therapie sind die zu erwartenden, geringen Nebenwirkungen und die Zerstörung von ca. 80 – 90 % der Krebszellen. Erwartet werden 3 – 8 Jahre ohne Rückfall.

 

Ausgabe Nr.8. August 2019

PSMA ­­– Nicht nur zur Diagnose von biochemisch bewiesenem Prostatakrebs-Rückfall?

Eine Studie, publiziert in der Zeitschrift “Urology” am 10. August 2019, besagt, dass, abhängig vom PSA-Level, die Entdeckungsraten von Prostatakrebs mit PSMA, angereichert mit einem radioaktiven Strahler, in der Zeit der Studie von 2012 – 2018 sehr hoch waren.

  • PSA <0.5 ng/mL: 44.9%
  • PSA 0.5–0.9 ng/mL: 61.3%
  • PSA 1.0–1.9 ng/mL: 78.2%
  • PSA >2 ng/mL: 93.9%

Das bedeutet, dass die Hochrisiko-Tumore mit grosser Wahrscheinlichkeit entdeckt werden können. Die Studie sagt weiter, dass weitere Studien nötig sind, um den Beweis (unabhängig von den Kosten) zu erhalten, dass auch die Früherkennung damit abgedeckt werden könnte.

Konklusion: Der Bio-Marker PSMA ist höchstwahrscheinlich ein valables Mittel, um den biochemischen Rückfall zu entdecken.

https://www.practiceupdate.com/C/87286/56?elsca1=emc_enews_topic-alert

 

Neuer diagnostischer Ansatzpunkte nach Prostatakrebs-Ersttherapie für die Entwicklung von fortgeschrittenem Prostatakrebs

Eine Studie, publiziert in der Zeitschrift “Urology” am 19. Juli 2019, besagt, dass, das Rückfallrisiko unter folgender Vorausetzung stehe:

Nach Prostatektomie:

PSA-Verdopplungszeit >1 Jahr und Gleason Score <8 = niedriges Rückfallrisiko

PSA-Verdopplungszeit <1 Jahr und Gleason Score >8 – 10 = hohes Rückfallrisiko

Nach Bestrahlung:

Biochemischer Rückfall >18 Monate und Gleason Score <8 = niedriges Rückfallrisiko

Für ein hohes Rückfallrisiko konnten keine Daten bestimmt werden

https://www.practiceupdate.com/C/86259/56?elsca1=emc_enews_topic-alert

 

Sterilisierung der Männer ist kein Schutz vor Prostatakrebs

Eine Studie, publiziert in der Zeitschrift “Primary Care” am 7. August 2019, besagt, dass Männer, die sich normalerweise aus Gründen der Familienplanung sterilisieren liessen, keinen Vorteil hatten beim Risiko Prostatakrebs zu entwickeln.

https://www.practiceupdate.com/C/87283/56?elsca1=emc_enews_topic-alert

 

Patientenrapportierte Lebensqualität von Männern nach Prostatektomie oder Radiotherapie

Eine Studie, publiziert in der Zeitschrift “Oncology” am 17. Juli 2019, besagt, dass basierend auf den Ergebnissen zwei Jahre nach Ersttherapie von 835 Männern zwischen 2011 und 2013 in den USA für die Radiotherapie ein besseres Ergebnis erzielt wurde als für ergänzte oder andere Therapien. Die erektile Funktion lag bei den Männern zwischen:

Externe Bestrahlung                                      = 14 – 71 % mit sexueller Normalfunktion

Externe Bestrahlung mit Hormonentzug       = 8 – 52 % mit sexueller Normalfunktion

Postatektomie nervschonend                        = 5 – 45 % mit sexueller Normalfunktion

Postatektomie nicht nervschonend               = 5 – 35 % mit sexueller Normalfunktion

Zu bedenken ist, dass Studien über 10 Jahre zumeist weitgehend gleiche Ergebnisse in Bezug auf die erektilen Funktionen zeigen.

https://www.practiceupdate.com/C/86297/56?elsca1=emc_enews_topic-alert

 

Die alte US-Intervention von 2012 gegen das PSA-Screening zeigt drastische, negative Wirkung

Eine Studie, publiziert im «Journal of Urology” am 5. August 2019, basierend auf Vergangenheitsdaten von 10‘000 Männern mit Prostatektomie, zeigt, das veränderte pathalogische Ergebnis nach der Publikation der US Preventive Services Task Force against PSA screening von 2012.

Bei den Patienten wurden gegenüber der Zeit vor 2012 vermehrt weiter fortgeschrittene Tumore (T) entdeckt:

Mehr Hochrisiko T: 23,3 gegen 11,5 %

Mehr organüberschreitende T: 42,5 gegen 14 %

Mehr Gleason Score > 8: 20,9 gegen 7,7 %

Weniger Vollnervschonung: 25,7 gegen 59,3 %

Weniger Teilnervschonung: 15,8 gegen 62,5 %

 

Bemerkung: Zu beachten ist, dass die Mortalität nach der Einführung des PSA-Tests um 1980 in der westlichen Welt um 50 % gesunken ist. Wenn die Hausärzte der Welt keine Lösung findet zum Thema Prostatakrebsscreening, dann kehren wir zurück zu den schlechten, alten Zeiten.

https://www.practiceupdate.com/C/87022/56?elsca1=emc_enews_topic-alert

 

Ausgabe Nr.7. Juli 2019

Rettende Nach-Bestrahlung nach externer Erstbestrahlung (Radiotherapie) und biochemischem Rückfall

Eine Studie, publiziert in der Zeitschrift «Urology” am 6. August 2019, besagt, eine rettende externe Bestrahlung, durchschnittlich 7,5 Jahre nach Ersttherapie, mit einer mittleren Dosis von 36 Grey in 6 Sitzungen, gute Ergebnisse in der weiteren Verzögerung von Metastasen bringt.

Der zweite biochemische Rückfall lag nach 3 Jahren bei durchschnittlich 45 % (42 – 66 %)

Konklusion: Die Studie zeigt ein akzeptables Verhältnis zwischen Nutzen (Zeitverlängerung) und Schaden (additive, hohe Bestrahlung; verstärkte, schädliche Zellmutationsrate).

https://www.practiceupdate.com/C/87268/56?elsca1=emc_enews_topic-alert

 

Die übliche Hormonentzugs-Therapie produziert ein leicht erhöhtes Risiko für Demenz, Depression, Alzheimer

Eine Studie, publiziert in der Zeitschrift «Oncology” am 28. Juli 2019, mit über 150’000 Männern besagt, dass ein zweijähriger Hormonentzug-, bzw. Androgenunterdrückungs-Therapie als Teil einer Ersttherapie mit einem erhöhten Risiko für Demenz und Alzheimer einhergeht.

Alzmeimer: Wahrscheinlichkeit (HR) 1.14 = 14 % höher

Demenz: Wahrscheinlichkeit (HR) 1.20 = 20 % höher

Auch wenn diese Zahlen hoch sind, sind sie doch selten ein Grund auf eine Androgendeprivationstherapie zu verzichten, weil diese eine kurzfristigen und wichtigen Nutzen einem langfristigen, möglichen Schaden gegenüberstellt.

Bei langfristiger Anwendung sind die möglichen Schäden höher zu gewichten. Die Haltung der Medizin zum Hormonlevel verschiebt sich langsam zum vorsichtigeren Umgang mit dem Entzug der zentralen Hormone Testosteron bei den Männern und Östrogen bei den Frauen.

https://www.practiceupdate.com/C/86191/56?elsca1=emc_enews_topic-alert

 

Ausgabe Nr.6. Juni 2019

Langsame Erholung des Testosteronspiegels nach 2-jährigem Hormonentzug zur Tumorverkleinerung

Eine Studie, publiziert im «Journal of Urology” am 25. Juni 2019, basierend auf den Ergebnissen von 307 >65-jährigen Männern 2 Jahre nach dem Absetzen der Hormonentzugs-Medikamente und zeigt folgende Erholungszeiten:

  • 8 % der Ergebnisse blieben auf Kastrationslevel
  • 76 % der Ergebnisse erholten sich auf 300 ng/dL
  • 51 % der Ergebnisse erholten sich auf 400 ng/dL

Die Bedeutung ist folgende: die Normalwerte liegen bei 1200 – 3000 ng/dL, das heisst, dass die Wiedererholung langsamer ist als erwartet und eine eigentliche Langzeitwirkung entwickelt. Diese bedeutet Gefahr von: Osteoporose, kardiovaskuläre Probleme, Leistungsverlust, Konzentrationsmangel, Müdigkeit, Depressionen, usw.

https://www.practiceupdate.com/C/85396/56?elsca1=emc_enews_topic-alert

 

Aktive Überwachung von Niedrigrisiko Prostatatumoren wird zu wenig begleitet

Eine Studie, publiziert im «ASCO Meeting Library” am 2. Juni 2019, basierend auf den Ergebnissen von 346 Männern zeigt, dass die Richtlinien der ärztlichen Überwachung nur bei 32 % der Männer eingehalten wurden. Abhängig vom Bildungsgrad, Alter, usw. verringerten sich die überwachten Männer am Ende des ersten Jahres auf 97 %, am Ende des 2. Jahres auf 67 %. Innerhalb des ersten Jahres wechselten 16 % der Männer in eine aktive Therapie. Am Ende des zweiten Jahres zeigten sich 94 % der Männer zufrieden mit ihrer Entscheidung.

Die Studie zeigt auf, dass die Männer in aktiver Überwachung mehr Betreuung brauchen. Dies bedeutet häufigere Gespräche mit weiteren Informationen zum Fortschreiten der Krankheit und damit zur Reduktion der Ängste.

https://meetinglibrary.asco.org/record/176227/abstract

 

Ausgabe Nr.5. Mai 2019

Ältere (Prostata)krebspatienten und Ihre häuslichen Unterstützer

Eine Studie, publiziert im «Journal of the American Geriatric Society” am 29. März 2019, besagt, dass die emotionale Lebensqualität der Unterstützer von der Lebensqualität der Kranken mit fortgeschrittenem Krebs abhängig ist und umgekehrt. Abgeklärt wurden 8 verschiedene Gesundheitsfunktionen bei über 70jährigen Patienten mit je einem Unterstützer. Die Unterstützer wurden mit Standard-Fragebogen, wissenschaftlich abgeklärt.

Von den ca. 400 Unterstützern litten 44 % an Stress, 25 % an Angst und 19 % an Depressionen und insgesamt an ca. 30 % weniger Lebensqualität. Dieses Ergebnis ist abhängig von höheren gesundheitlichen Einschränkungen und dem Krankheits-Stress der Patienten, deren Ernährungssituation und vom jüngeren Alter und von Mehrfacherkrankungen der Unterstützer.

Konklusion: Für die Erhaltung der Gesundheit der Unterstützer von Patienten mit fortgeschrittenem Krebs muss deutlich mehr getan werden, als nur finanzielle Unterstützung.

Caregiving for Older Cancer Patients Takes Emotional Toll

 

 

Neue therapeutische Ansatzpunkte für fortgeschrittenen Prostatakrebs

Mehrere neue, kleinmolekülige Hemmer werden in Studien zu Prostatakrebs getestet. Dabei wird die Effizienz der Zell-Signale, der DANN-Reparaturmechanismen und der epigenetischen Hemmer getestet. Es wird erwartet, dass diese Hemm-Medikamente den fortgeschrittenen, kastrationsresistenten Prostatakrebs deutlich erfolgreicher bekämpfen können. Dazu helfen Mehrfach-Impfungen mit eben diesen neuen Medikamenten.

Emerging Therapeutic Targets for Patients With Advanced Prostate Cancer

 

Ausgabe Nr.4. April 2019

Neue Erkenntnisse zu Testosteron-Ersatz im Einsatz bei low-risk Prostatakrebs

Die Erkenntnisse einer rückbezüglichen, 9 Jahre abdeckenden, Studie mit 834 prostatektomierten und 152 pc-low-risk Patienten lassen Fragen aufkommen zur gegenwärtigen Haltung zu Anti-Hormon-Therapien gegen Prostatakrebs. Diese Haltung basiert auf den Erkenntnissen von 1941, die Testosteron als «Krebsfutter» definieren. In den späten 90er Jahren wurde festgestellt, dass Männer unter langzeitlichem Testosteronentzug nicht an Krebs, sondern vorher an Herz-Kreislauferkrankungen starben. Ebenso wurde festgestellt, dass extrem niedrige Testosteronspiegel die metabolischen Komplikationen verschlechtern: hoher Blutzucker- und Cholesterinspiegel, Diabetes, und Bauchfettzunahme.

Die Ergebnisse wurden an der Jahreskonferenz des Europäischen Urologen Verbandes, EAU, in Barcelona bekannt gemacht und tragen bei zum erweiterten Verständnis des zentralen männlichen Hormons, dem Testosteron. Die Krux ist, dass dieses das aggressive Wachstum eines Prostatatumors unterstützt, aber eben auch das Hormon der männlichen Lebenskraft, der Knochenstabilität, der Leistungsbereitschaft und Leistung, der stabilen Psyche und der sexuellen Lebensfreude ist.

Thomas Ahlering, MD, Universität Kalifornien, sagt: „Das Testosteron heilt den low-risk Krebs nicht. Tatsache aber ist, dass die Zeit bis zur Entdeckung des Krebses um 1,5 Jahre verlängert wird.“ Weiter erklärter, dass dies dazu die bisher grösste Studie sei und fügt weiter an, dass noch zu wenig Daten vorlägen, um eine Anpassung der Behandlung an zu stossen. Sicher aber sollte ein Testosteronentzug nach radikaler Prostatektomie hinterfragt werden

Kaffeekomponenten scheinen das Wachstum des Prostatakrebses wirklich zu hemmen

Wie an der Europäischen Urologen-Konferenz in Barcelona im März bekannt gegeben, hemmen bestimmte Komponenten des Kaffee’s das Prostatakrebswachstum. Es handelt sich um Kahweol Acetate und Cafestol, das im Kaffee der Arabica-Sorten vorhanden ist und schon länger als krebshemmend bekannt ist.

Hiroaki Iwamoto, MD, der Kanazawa University Graduate School of Medical Science, Japan, fand, dass bei Mäusen ohne Injektion dieser Kaffeekomponenten sich der Krebs doppelt so schnell entwickelte, wie mit. Unter bestimmten Voraussetzungen hatten die Kaffeekomponenten einen hemmenden Einfluss auch auf die Entwicklung von kastrations-resistentem Prostatakrebs. Diese Entdeckungen sind erfolgversprechend, können aber nicht oder eben noch nicht Anlass zu vermehrtem Kaffeekonsum sein.

Hormonentzug nach radikaler Prostatektomie löst verstärkt Depressionen aus

Wie an der Europäischen Urologen-Konferenz in Barcelona im März bekannt gegeben, leiden Männer mit Hormonentzug anschliessend an eine radikale Prostatektomie 80 % mehr an Depressionen.

Anne Sofie Friberg, MD, of the Rigshospitalet, Copenhagen, Denmark, erklärt das mit den Auswirkungen der Operation, wie erektiler Disfunktion, Inkontinenz, verändertes Körpergefühl und Verlust der Libido. Diese Auswirkung gilt verstärkt für die ca. 30 % der Patienten mit Recidiv nach Prostektomie und anschliessender Bestrahlung. Dazu wurden 5570 Männerdaten aus dem dänischen Krebsregister untersucht. Davon wurden 773 Männer gegen Depression behandelt, was bedeutet, dass diese Männer ein 1,8 Mal höheres Risiko für Depressionen hatten.

Die Studie belegt die Wichtigkeit einer andauernden, professionellen Nachsorge, die aufgrund von Langzeit-Nachwirkungen der Behandlungen lebenslänglich andauern sollte

Rauchen ist der wichtigste Risikofaktor für Blasenkrebs

Die Ergebnisse wurden an der Jahreskonferenz des Europäischen Urologen Verbandes, EAU, in Barcelona bekannt gemacht und tragen bei zum erweiterten Verständnis für männlichen und weiblichen Blasenkrebs. Zwar haben Männer dreimal so häufig Blasenkrebs, wie Frauen, diese aber haben deutlich aggressivere Blasenkrebsvarianten.

Lebenslanger Nikotinkonsum ist die Hauptursache für Blasenkrebs, der nur, wenn früh erkannt heilbar ist. Die gute Nachricht ist: 10 Jahre nach dem Rauchstop ist die Blase wieder sauber.

Mohammad Abufaraj, MD, of the University of Vienna, Austria, sagt, dass eine Menopause bei Frauen vor dem 45 Altersjahr das Blasenkrebsrisiko stark erhöht, ebenso, wenn auch weniger, Hormon-Ersatz Behandlung, Verhütungspillen, Anzahl der Schwangerschaften und früher Start der Periode.

https://www.practiceupdate.com/c/81090/32/3/?elsca1=emc_conf_EAU2019During-1&elsca2=email&elsca3=practiceupdate_uro&elsca4=201921_EAU2019During-1&elsca5=conference&rid=NjY3NjYwMzQwMTMS1&lid=10332481

 

Ausgabe Nr.3. März 2019

Neue, erfolgversprechende Therapie von metastasierten Prostata-Tumoren mit Lu-177-PSMA-DKFZ-617

An der Klinik und Poliklinik für Nuklearmedizin der LMU München wird die sogenannte Radio-Liganden-Therapie (RLT) mittels Lutetium-177 (Lu-177) markierten PSMA Antagonisten für Patienten mit Prostatakarzinomen angeboten. Mit anderen Worten ist das eine direkte, radioaktive Bestrahlung an und auf den Karzinomzellen. Diese Therapie ist in der Schweiz noch nicht zugelassen. Mit schwächerer radioaktiver Strahlung ist diese in der Schweiz zu Diagnosezwecken testweise zugelassen. Die Therapie stellt einen individuellen Heilversuch dar. Hierunter versteht man die Anwendung einer wirksamen, jedoch auch in Deutschland noch nicht zugelassenen Therapie, die im Einzelfall bei Patienten mit schwerwiegenden und nicht mehr anderweitig therapierbaren Erkrankungen durchgeführt werden kann. Ein individueller Heilversuch ist jedoch keine klinische Studie und unterscheidet sich von herkömmlichen, bereits zum medizinischen Standard gehörenden Therapien dadurch, dass die Risiken und Nebenwirkungen nicht im vollen Umfang bekannt sind. Im Falle der Lu-177 PSMA Therapie zeigen die bisherigen Erkenntnisse gute Ergebnisse bei akzeptablen Nebenwirkungen [1, 2].

Schematische Darstellung des radioaktiv markierten Peptids (modifiziert nach Bergsma et al. Best Practice & Res Clin Gastroenterol 2012

Die Therapie dient zur Behandlung von Patienten mit einem metastasierten Prostatakarzinom, bei denen sich trotz Hormontherapie oder Chemotherapie ein Fortschreiten der Erkrankung zeigt. Im Gegensatz zur Xofigo-Therapie (Ra-223) können auch Patienten therapiert werden, die Metastasen außerhalb des Skelettsystems haben (z.B. Weichteil- oder Lymphknotenmetastasen).

 

http://www.klinikum.uni-muenchen.de/Klinik-und-Poliklinik-fuer-Nuklearmedizin/de/therapiestation/Therapie-von-boesartigen-Prostataerkrankungen/PSMA/index.html

Ausgabe Nr.2. Februar 2019

Die ARCHES-Studie zeigt einen signifikanten Vorteil von Enzalutamide + Antihormon-Therapie bei hormon-sensiblem, metastasierenden Prostatakrebs

Neue Studien bestätigen: Männer mit hormonsensiblem, metastasierendem Prostatakarzinom haben bei Anwendung von Ezalutamide + Antihormon-Therapie einen 61 %igen röntgentechnischen Progressions- und Überlebensvorteil gegen der üblichen, einfachen Antihormon-Therapie. Bisher wurde Enzalutamide und Abiraterone erst bei kastrationsresistentem, metastasierenden Prostatakarzinom eingesetzt. Diese Studie erfordert bei Swissmedic und Krankenkassen eine Überarbeitung. Trotz dieser guten Nachricht kann nicht übersehen werden, dass diese Phase kaum 2-3 Jahre dauert und mit Enza deutlich mehr Nebenwirkungen entstehen.

https://www.prnewswire.com/news-releases/phase-3-arches-trial-shows-xtandi-enzalutamide-significantly-improved-radiographic-progression-free-survival-in-men-with-metastatic-hormone-sensitive-prostate-cancer-300793479.html

Darolutamide ist ein weiteres Antihormon-Präparat mit Vorteilen bei nichtmetastasierendem, kastrationsresistentem Prostatakarzinom gegenüber Placebo

Neue Studien bestätigen: Männer mit kastrationsresistentem, nicht-metastasierendem Prostatakarzinom haben bei Anwendung von Doralutamide eine verdoppelte metastasenfreie Zeit (> 3 Jahre gegen 1.5 Jahre).

https://www.renalandurologynews.com/prostate-cancer/darolutamide-improves-metastasis-free-survival-in-crpc/article/833883/

 

Magnet-Resonanz-Tomograpie (MRI) ist ausreichend empfindlich, um kleine, multifokale Prostatakarzinome zu erkennen und um den Zeitpunkt für die erste Biopsie zu bestimmen

Neue US-Studien zeigen, dass multiparametrische MRI-Aufnahmen sensibler, transurethraler Ultraschall, TRUS, aber spezifischer ist als Basis für den Biopsie-Entscheid.

https://www.renalandurologynews.com/prostate-cancer/prostate-cancer-prior-biopsy-magnetic-resonance-imaging-mri/article/802342/

Ausgabe Nr.1. Januar 2019

Bestätigung für Wirksamkeit des PSMA PET-Scan nach Bestrahlung von Prostatakrebs

Neue Studien bestätigen: Männer mit äusserer Bestrahlung sind bei wiederansteigendem PSA in Gefahr schnell Metastasen in den Knochen zu entwickeln. Sofort nach gesichertem Rezidiv (konstant steigender PSA-Wert) sollte ein PSMA PET-CT gemacht werden. Auf den so entstehenden Bildern sieht man die Metastasen und den Krebs in Form von weissen Flecken. Die Erkennungssicherheit ist sehr hoch. Diesen Männern kann oft mit einer weiteren Therapie (Bestrahlung oder fokale Behandlung) jahrelang geholfen werden.

Read more:

https://www.redjournal.org/article/S0360-3016(18)31791-7/abstract 

Männer mit entzündlichen Darmerkrankungen

Männer mit entzündlichen Darmerkrankungen haben ein erhöhtes Risiko für Prostatakrebs. Bitte nehmen Sie alle Mittel zur Früherkennung ab einem Alter von ca. 40 Jahren war. Erhöhte PSA-Werte sind abzuklären.

Read more:

 https://www.redjournal.org/article/S0360-3016(18)31358-0/fulltext

Genug Hormone ohne Hormon-Ersatz-Therapie

Hormone gehören zu den wichtigsten Steuerelementen des Körpers. Bei Prostatakrebs wird durch Hormonentzug vor allem der PSA-Wert gesenkt, der als Mass der Prostatakrebs-Entwicklung gilt. Dass diese Hypothese nicht bedingungslos gilt, lesen Sie in älteren Ausgaben der MeCNews.

Die wichtigsten Hormone in diversen Lebensmitteln, ihr Organ und ihre Wirkung im menschlichen Körper:

Hormon

 

Organe Wirkung im Körper Enthalten in Lebensmittel

 

Testosteron Herz, Gehirn, Prostata Energie, Muskeln, Knochen, Psyche Chilischoten, Kürbiskerne, Kraftübungen
Estriol Schleimhäute Knorpelaufbau bei Gelenken Leinöl, Eier
Estradiol Haut, Haare Schlaf, Hitzewallungen, Knochen Mandeln, Hopfen
Cortisol Stress Schlaf, Entzündungen, Kopfschmerzen, Energie Ingwer, Biogrüntee
Progesteron Prostata, Herz, Gebärmutter, Gehirn, Knochen Schlaf, Energie, Psyche, Kopfschmerzen, Gelassenheit Baumnüsse, Schafgarbe
DHEA Immunsystem Allergien Meerrettich, Oliven

 

Experten warnen davor, grosse Mengen z.B. von Leinöl, Mandeln oder Chilischoten zu essen. Wichtig ist ein ausgeglichener Hormonhaushalt ohne Über- oder Untermengen. Die Hormone können im Labor leicht im Blut gemessen werden.

Aargauer Zeitung, Gesundheitsseite, Autor19.12.2018

Ausgabe Nr. 4. Dezember 2018

Gerne wünschen wir unseren Patientenkollegen ein ruhiges, besinnliches Weihnachtsfest und die Kraft zum Ertragen der Krankheit, zum Sammeln und Hinterfragen aller verfügbaren Informationen und zu selbstverantwortlichen Entscheiden zur eigenen Gesundheit.

Mit unseren besten Wünschen

Europa Uomo Schweiz

 

 

 

Ausgabe Nr. 9. November 2018

Midlife PSA-Werte sagen Krebsrisiko voraus

Die mittleren (Median) PSA-Werte liegen lt. einer Studie mit schwarzen (weisse Männer haben gleiche Werte) Männern von 2002-2009 wie folgt:

40 – 49 Jahre  PSA 0.72          wovon 90 % <= PSA 1.68        höhere Werte = hohes Krebsrisiko

50 – 54 Jahre  PSA 0.80          wovon 90 % <= PSA 1.85        höhere Werte = hohes Krebsrisiko

55 – 59 Jahre  PSA 0.94          wovon 90 % <= PSA 2.73        höhere Werte = hohes Krebsrisiko

60 – 64 Jahre  PSA 1.03          wovon 90 % <= PSA 3.33        höhere Werte = hohes Krebsrisiko

https://www.europeanurology.com/article/S0302-2838(18)30627-4/fulltext

Ausgabe Nr. 8. Oktober 2018

Prostatakrebs mit diagnostiziertem, mittlerem Risiko kann Krebs mit tiefem Risiko sein

Männer mit diagnostiziertem „mittlerem Risiko“ aus der Untergruppe GG1, d.h. PSA-Wert 10-15 und PSA-Dichte <= 0.15 hatten kein erhöhtes Risiko, wie im „mittleren Risiko“ definiert (GG2, d,h, PSA 10-15 oder PSA-Dichte >= 0.15; bedeutet, dass Männer mit grossem Prostatavolumen einen Vorteil haben.

 

Salari K, Kupperman D, Preston M, et al. Active surveillance is a viable option for men with borderline low-risk prostate cancer. J Urol. 2017;197(4):e1052-e1053. https://www.jurology.com/article/S0022-5347(17)33894-6/abstract

Zlatev D, Salari K, Kupperman D, et al. Prognostic impact of increased prostate-specific antigen density in men on active surveillance for prostate cancer. Presented at AUA New England Section 2018. Hartford, CT. http://meeting.neaua.org/abstracts/2018/70.cgi

 

 

Prostatektomie plus Bestrahlung ist besser als Bestrahlung plus Hormonentzug

Die SEER-Daten besagen, dass diese Therapie das Überleben verbessert.

Radical Prostatectomy With Adjuvant Radiotherapy vs Radiotherapy Plus ADT in Advanced Prostate Cancer

Ausgabe Nr. 7. September 2018

Eine Studie fand heraus, dass Patienten,die eine Prostatektomie mehr als 6 Monate verzögerten,ein doppelt so hohes Risiko für ein Rezidiv hatten.

https://www.renalandurologynews.com/prostate-cancer/prostate-cancer-recurrence-risk-high-with-delayed-treatment/article/816395/?utm_source=newsletter&utm_medium=email&utm_campaign=run-spotlight-20181204&cpn=uro_all&hmSubId=d1PGWU1AZwI1&NID=&mpweb=1323-26278-922184 

 

Rezidiv nach Postatektomie

30 % der Männer erfahren nach einer Prostatektomie ein Rezidiv. Dies ist eine Folge von nicht in allen Operationsorten praktizierter Schnittrandkontrolle bei laufender Operation. Der Prostatakrebs ist zumeist multifokal, d.h. nicht auf einen Punkt fixiert und zumeist in peripheren Bereichen angesiedelt. Daher muss oft gewählt werden zwischen der Verletzung des unteren Schliessmuskels und der Krebslokalisation. Wird der Krebs durchschnitten tragen die Schnittränder noch Krebszellen. Diese findet der Pathologe, wenn er konsultiert wird. Um nun den Schliessmuskel besser schützen zu können untersucht die SSPORT-Studie die anschliessende Anwendung von Hormonentzugsmedikamenten zusammen mit einer Bestrahlung der Prostataumgebung inkl. der Lymphknoten. Viel versprechende erste Ergebnisse wurden an der ASTRO-Tagung 2018 präsentiert.

https://www.astro.org/ASTRO/media/ASTRO/News%20and%20Publications/Press%20Kits/PDFs/PollackNewsBriefingSlides.pdf

 

Neues Hormonentzugsmedikament

Gegen Ende dieses Jahres brachte Janssen ein neues Medikament zur Hormon-Rezeptoren-Blockade auf den Markt. Die EMA hat das Produkt geprüft und zur Zulassung an die EUC weitergeleitet. Swissmedic wird das Produkt im Verlaufe des Jahres 2019 voraussichtlich freigeben. Der Nutzen liegt in einer signifikanten Verzögerung der Entstehung von Metastasen.

https://www.businesswire.com/news/home/20181116005228/en/Janssen-receives-positive-CHMP-opinion-ERLEADA%E2%84%A2-apalutamide

Ausgabe Nr. 6. August 2018

Kürzere äussere Bestrahlung gegen Prostatakrebs?

Diese minimalinvasive (stereotactic) Magnetresonanztomographie ist eine normale Bestrahlung von aussen (MRI). Eine spezielle Variante verwendet eine stärkere Strahlungsdosis als die normalen Geräte. Die Anwendung basiert auf der Tatsache, dass Prostatakrebszellen sehr empfindlich sind auf höhere, zusammenhängende Bestrahlungsmengen. Das gesunde Gewebe hingegen hat den Grenzwert bei der Gesamtmende (Grey) der Bestrahlung. Der Vorteil liegt in der Verkürzung der Behandlungsdauer von 8-9 auf 1,5 Wochen.

Read more in the press release and in the abstract of the study:
https://www.eurekalert.org/pub_releases/2018-10/asfr-mwl102118.php
https://www.redjournal.org/article/S0360-3016(18)31271-9/abstract

 

Lokale Radiotherapie verbessert das Überleben und produziert wenig Nebenwirkungen bei Patienten mit metastasierendem Prostatakrebs

Forscher fanden auf Grund von Studien heraus, dass lokale Radiotherapie der Prostata das Überleben und die Lebensqualität von Patienten mit metastasierendem Prostatakrebs gegenüber von Patienten mit Standardtherapie verbessert. Trotzdem versterben leider die meisten Patienten mit metastasierendem Prostatakrebs innerhalb von ca. 5 Jahren. Die Forscher versuchen das zu verbessern.

The findings were announced at the ESMO conference in Munich last weekend (see press release below) and published simultaneously in The Lancet (see link below):  
https://www.esmo.org/Press-Office/Press-Releases/STAMPEDE-prostate-cancer-radiotherapy-Parker?hit=ehp
https://www.thelancet.com/journals/lancet/article/PIIS0140-6736(18)32486-3/fulltext

The attached newspaper report from the London Times was published on 22 October:
https://www.thetimes.co.uk/edition/news/monumental-prostate-cancer-breakthrough-g5xtjd25g

 

Testosteronersatz-Therapie ist sicher auch bei Prostatakrebs?!

Eine Testosteron-Ersatz-Therapie erhöht das Risiko eines Rezidiv bei radikal operiertem Prostatakrebs nicht. Sie erhöht auch die Progressionsrate bei «Aktiver Überwachung» (Activ Surveillance) lt. der amerikanischen urologischen Gesellschaft nicht. Forscher präsentierten diese Ergebnisse an der Jahresveranstaltung der amerikanischen Urologen in San Francisco. Zitat: Seit Generationen fürchteten die Urologen den Männern eine Testosteron-Ersatz-Therapie anzubieten, weil sie geleert wurden, dass Testosteron «Öl ins Feuer» giesse. Heute wissen wir, dass diese These so nicht aufrechterhalten werden kann.

Read the report at Renal & Urology News:
https://www.renalandurologynews.com/aua-2018-coverage/testosterone-replacement-therapy-safe-for-prostate-cancer-patients/article/767232/

Read more reports from the AUA 2018 conference:
https://www.renalandurologynews.com/aua-2018-coverage/section/8166/

Ausgabe Nr. 5, Juli 2018

Thrombosen, oft vernachlässigte Nebenwirkung bei Krebs

Obwohl seit über 150 Jahren bekannt, ist es Tatsache, dass ein Tumor die Verklebung von Blutplättchen fördert und damit tumorartabhängig das Risiko einer Thrombose (Verstopfung von Arterien) zwischen ca. 10 – 30 % erhöht. Mit hohem Risiko behaftet sind vor allem Patienten mit Magen-, Bauchspeicheldrüsen-, Gehirn-, Nieren-, Eierstock- und (bestimmten) Blutkrebsarten. Dazu muss man wissen, dass diese Verstopfung je nach der Lage im Körper anders benannt wird: z.B. (Lungen-)Embolie, (Herz-)Infarkt, Thrombose in den Gliedern, usw.. Die Gefässverstopfung durch Blutgerinnsel ist damit die Haupt-Todesursache aufgrund von diversesten Nebenursachen. Bei Krebspatienten ist dies die zweithäufigste Todesursache. Nach einer ersten Thrombose steigt das Risiko von Folgethrombosen stark.

Aktuell macht die Europäische Krebspatienten-Organisation ECPC, Brüssel, eine Umfrage zu diesem Thema und versucht die Beweislage, bzw. das Risiko genauer abzuschätzen.

Achten Sie auf:

  • Schwellungen in den Gliedern
  • Schmerzen und Spannungsgefühl in den Gliedern
  • Bläuliche Verfärbung der Haut
  • Gefühl der Wärme und Schwere in den Gliedern

Rufen Sie Ihren Arzt bei:

  • Benommenheit/Schwindel
  • Unerklärlicher Atemnot
  • Unregelmässigem Herzschlag
  • Schmerzen in der Brust (insbesondere beim Atmen)
  • Blutiger Husten

Therapie: Medikamente zur Blutgerinnungsverzögerung

Vorbeugung: ausreichende Bewegung, mind. 2 l trinken, Kompressionsstrümpfe, Rauchen minimieren.

http://www.risiko-thrombose.de/

PSA, was (M)an dazu wissen muss!

Eine Problemlösung:

Die aktuell laufend verbesserte bildgebende Diagnose (MRI) macht eine Erkennung und Lokalisierung des Tumors besser und kann auch die zur Absicherung der Tumordiagnose notwendigen Biopsien massiv reduzieren. Dies weil die gewonnen Bilder erlauben Gewebe am Ort des Tumors zu entnehmen (Biopsie).

Die Krankenkassen sollen fest zu folgender Haltung wechseln:

  1. PSA-Messung und Abtastung durch den After bei Gesunden nur als Abklärungsauslöser (durch Hausarzt)
  2. MRI zur Abklärung
  3. Biopsie anhand der MRI-Bilder am Ort des möglichen Tumors
  4. Abklärung und Therapie nur in zertifizierten Prostatakrebs-Kompetenzzentren: Grund: höchst mögliche Diagnose-, Therapieentscheid- und Therapiedurchführungsqualität inkl. klarer und transparenter Kontrolle bei „Aktiver Überwachung“

ANAMACAP, France, Roland Munz, Präsident der zentralen französischen Patientenorganisation

Ausgabe Nr. 6. August 2018

Kürzere äussere Bestrahlung gegen Prostatakrebs?

Diese minimalinvasive (stereotactic) Magnetresonanztomographie ist eine normale Bestrahlung von aussen (MRI). Eine spezielle Variante verwendet eine stärkere Strahlungsdosis als die normalen Geräte. Die Anwendung basiert auf der Tatsache, dass Prostatakrebszellen sehr empfindlich sind auf höhere, zusammenhängende Bestrahlungsmengen. Das gesunde Gewebe hingegen hat den Grenzwert bei der Gesamtmende (Grey) der Bestrahlung. Der Vorteil liegt in der Verkürzung der Behandlungsdauer von 8-9 auf 1,5 Wochen.

Read more in the press release and in the abstract of the study:
https://www.eurekalert.org/pub_releases/2018-10/asfr-mwl102118.php
https://www.redjournal.org/article/S0360-3016(18)31271-9/abstract

 

Lokale Radiotherapie verbessert das Überleben und produziert wenig Nebenwirkungen bei Patienten mit metastasierendem Prostatakrebs

Forscher fanden auf Grund von Studien heraus, dass lokale Radiotherapie der Prostata das Überleben und die Lebensqualität von Patienten mit metastasierendem Prostatakrebs gegenüber von Patienten mit Standardtherapie verbessert. Trotzdem versterben leider die meisten Patienten mit metastasierendem Prostatakrebs innerhalb von ca. 5 Jahren. Die Forscher versuchen das zu verbessern.

The findings were announced at the ESMO conference in Munich last weekend (see press release below) and published simultaneously in The Lancet (see link below):  
https://www.esmo.org/Press-Office/Press-Releases/STAMPEDE-prostate-cancer-radiotherapy-Parker?hit=ehp
https://www.thelancet.com/journals/lancet/article/PIIS0140-6736(18)32486-3/fulltext

The attached newspaper report from the London Times was published on 22 October:
https://www.thetimes.co.uk/edition/news/monumental-prostate-cancer-breakthrough-g5xtjd25g

 

Testosteronersatz-Therapie ist sicher auch bei Prostatakrebs?!

Eine Testosteron-Ersatz-Therapie erhöht das Risiko eines Rezidiv bei radikal operiertem Prostatakrebs nicht. Sie erhöht auch die Progressionsrate bei «Aktiver Überwachung» (Activ Surveillance) lt. der amerikanischen urologischen Gesellschaft nicht. Forscher präsentierten diese Ergebnisse an der Jahresveranstaltung der amerikanischen Urologen in San Francisco. Zitat: Seit Generationen fürchteten die Urologen den Männern eine Testosteron-Ersatz-Therapie anzubieten, weil sie geleert wurden, dass Testosteron «Öl ins Feuer» giesse. Heute wissen wir, dass diese These so nicht aufrechterhalten werden kann.

Read the report at Renal & Urology News:
https://www.renalandurologynews.com/aua-2018-coverage/testosterone-replacement-therapy-safe-for-prostate-cancer-patients/article/767232/

Read more reports from the AUA 2018 conference:
https://www.renalandurologynews.com/aua-2018-coverage/section/8166/

Ausgabe Nr. 5, Juli 2018

Thrombosen, oft vernachlässigte Nebenwirkung bei Krebs

Obwohl seit über 150 Jahren bekannt, ist es Tatsache, dass ein Tumor die Verklebung von Blutplättchen fördert und damit tumorartabhängig das Risiko einer Thrombose (Verstopfung von Arterien) zwischen ca. 10 – 30 % erhöht. Mit hohem Risiko behaftet sind vor allem Patienten mit Magen-, Bauchspeicheldrüsen-, Gehirn-, Nieren-, Eierstock- und (bestimmten) Blutkrebsarten. Dazu muss man wissen, dass diese Verstopfung je nach der Lage im Körper anders benannt wird: z.B. (Lungen-)Embolie, (Herz-)Infarkt, Thrombose in den Gliedern, usw.. Die Gefässverstopfung durch Blutgerinnsel ist damit die Haupt-Todesursache aufgrund von diversesten Nebenursachen. Bei Krebspatienten ist dies die zweithäufigste Todesursache. Nach einer ersten Thrombose steigt das Risiko von Folgethrombosen stark.

Aktuell macht die Europäische Krebspatienten-Organisation ECPC, Brüssel, eine Umfrage zu diesem Thema und versucht die Beweislage, bzw. das Risiko genauer abzuschätzen.

Achten Sie auf:

  • Schwellungen in den Gliedern
  • Schmerzen und Spannungsgefühl in den Gliedern
  • Bläuliche Verfärbung der Haut
  • Gefühl der Wärme und Schwere in den Gliedern

Rufen Sie Ihren Arzt bei:

  • Benommenheit/Schwindel
  • Unerklärlicher Atemnot
  • Unregelmässigem Herzschlag
  • Schmerzen in der Brust (insbesondere beim Atmen)
  • Blutiger Husten

Therapie: Medikamente zur Blutgerinnungsverzögerung

Vorbeugung: ausreichende Bewegung, mind. 2 l trinken, Kompressionsstrümpfe, Rauchen minimieren.

http://www.risiko-thrombose.de/

PSA, was (M)an dazu wissen muss!

Eine Problemlösung:

Die aktuell laufend verbesserte bildgebende Diagnose (MRI) macht eine Erkennung und Lokalisierung des Tumors besser und kann auch die zur Absicherung der Tumordiagnose notwendigen Biopsien massiv reduzieren. Dies weil die gewonnen Bilder erlauben Gewebe am Ort des Tumors zu entnehmen (Biopsie).

Die Krankenkassen sollen fest zu folgender Haltung wechseln:

  1. PSA-Messung und Abtastung durch den After bei Gesunden nur als Abklärungsauslöser (durch Hausarzt)
  2. MRI zur Abklärung
  3. Biopsie anhand der MRI-Bilder am Ort des möglichen Tumors
  4. Abklärung und Therapie nur in zertifizierten Prostatakrebs-Kompetenzzentren: Grund: höchst mögliche Diagnose-, Therapieentscheid- und Therapiedurchführungsqualität inkl. klarer und transparenter Kontrolle bei „Aktiver Überwachung“

ANAMACAP, France, Roland Munz, Präsident der zentralen französischen Patientenorganisation

Ausgabe Nr. 4, Juli 2018

Verbesserte Früherkennung

Biparametrische Magnet-Resonanz Tomographie (bpMRI) verbessert die Früherkennung von signifikantem Prostatakrebs und reduziert die Überdiagnose und unnötige Bipsien. Es ist kein Kontrastmittel nötig. Das bpMRI ist zudem schneller als das normale MRI (15 gegen 40 Min).
2018 The Society and College of Radiographers

» https://www.renalandurologynews.com/prostate-cancer/biparametric-mri-improves-detection-of-significant-pca/article/771962/

Prostatakrebs-Früherkennung mit PSA in Frankreich Roland Munz, 2018

Vor der Entdeckung des PSA-Bluttests (Wang 1979) war die Früherkennung nur möglich über DRU, d,h. die digitale, rektale Abtastung der Prostata. Weil unangenehm für Patient und Hausarzt, wurden die Männer zumeist erst im metastasierten Stadium diagnostiziert. Dies führte für die betroffenen Männer zu einem äusserst schmerzhaften Tod.

Seit 1990 wurden in den USA PSA-Screening-Kampagnen gestartet, sehr viele aggressive Prostatakrebse entdeckt und nach Therapie die Todesraten massiv gesenkt.

Nach einigen Jahren, es gab weniger aggressive Prostatakrebse, wurden auch weniger-aggressive Krebse operiert. Dies führte zu Übertherapie und unnötigen Biopsien, insbesondere auch, weil Strategien zur besseren Unterscheidung zu weniger aggressiven Krebsvarianten fehlten.

2012 bemerkte die US Preventive Services Task Force, während das PSA-Screening erfolgreich weiterlief, dass der Schaden der radikalen Prostatektomie grösser sein kann als der Nutzen unter Berücksichtigung des Ergebnisses auf die Lebensqualität. Zur Überraschung von Patienten und Doktoren entschied die genannte Task Force die Empfehlung zum PSA-Test zu stoppen. Aufgrund der Erfahrung der Vergangenheit ist zwingend nach einer Zeitlücke wieder mit vielen Männern mit Spätdiagnosen und voraussichtlich metastasierendem Krebs zu rechnen. Das kann es nicht sein!
Unter dem Eindruck dieser drastischen Erkenntnis überarbeitete die genannte US Task Force ihre fehlerhaften Richtlinien. Andere Länder folgten, nicht aber Frankreich. Trotzdem wird in Frankreich, wenn auch eher individuell, weiter getestet.

In der Schweiz ist es ähnlich. Die Urologen sind sich der Situation bewusst, haben aber Ihr Wissen noch nicht an die Hausärzte weitergegeben. EUS fordert, dass dies umgehend geschieht.

Zu beachten ist, dass die Urologen seit ca. 2015 Strategien zur Unterscheidung von weniger aggressiven Krebsen entwickelt haben. So wurde die 10stufige Gleason-Skala auf eine 5-stufige Skala mit ganz klarer Risikobewertung umgestellt. Zudem wurde die *Aktive Überwachung“ eingeführt und damit mögliche Übertherapie vermindert.

Ausgabe Nr. 3, Juni 2018

Toocad – neue Therapie für Prostatakrebs mit geringer Aggression

Bei Toocad (Name in Deutschland) oder VTP in den englischen Sprachbereich, handelt es sich um das Verfahren, das als Lichttherapie aus Israel kürzlich durch die Schweizer Presse ging. Hierzu wird ein Medikament gespritzt, das vor Ort in der Prostata durch Laserlicht aktiviert wird und die Krebszellen ohne Nebenwirkungen zerstört. Das Verfahren ist durch die Europäische Medizin-Agentur (EMA), aber noch nicht durch die Swissmedic, zugelassen. Die Erfolgsquote liegt bei ca. 50 % und ist sehr gut!

Ausgabe Nr. 2, April 2018

Radikale Prostatakrebsoperationen mit/ohne Da Vinci in der Schweiz

Aufgrund von ca. 12 Prostatakrebszentren und ca. 600 Prostatektomien werden die Minimalzahlen zur Qualitätsabsicherung (Erfahrung der Operateure) in der Schweiz nur knapp erreicht. Die von europäischer Seite vorgeschlagene Anzahl von 100 Operationen (Zertifizierungskriterium) pro Operateur und/oder Team werden in den wenigsten Zentren der Schweiz erreicht und wurden daher auf 50 oder weniger reduziert.
Zudem erfolgt in keinem Schweizer Zentrum (auch in nur wenigen ausländischen Zentren) eine sofortige Schnittrandkontrolle zur Absicherung der vollständigen Krebsentfernung. Wird der Krebs nur angeschnitten, wächst er weiter und bildet zumeist sofort Metastasen. EUS fordert das BAG auf zu reagieren und die Zahl der Zentren zu reduzieren und eine Schnittrandkontrolle bei laufender Operation zu ermöglichen.

Darum motivieren wir die Bevölkerung zur Früherkennung und damit zur frühen, oft fast nebenwirkungslosen Therapie. Es soll zum richtigen Zeitpunkt therapiert und die Zeit der aktiven Überwachung „Active Surveillance“ nach Möglichkeit genutzt werden.

Originaltext d.: Patients with Prostate, Other Urological Cancers Are 5 Times More Likely to Commit Suicide, Prostate Cancer News Today

Sogar wenige Minuten Bewegung pro Tag sollen vor Herzerkrankungen und Diabetes schützen können

The PURE-Studie
Ergebnis: Bereits ein Mindestmaß an körperlicher Aktivität kann die schlimmsten Folgewirkungen der Adipositas mildern und im günstigsten Fall sogar verhindern. Schon nach wenigen Wochen ist mit einem deutlich verbesserten Muskelstoffwechsel, einer erhöhten Elastizität der Gefäße und einer wieder gesteigerten diastolischen Herzfunktion zu rechnen.
Darum motivieren wir die Bevölkerung zur mässigen, angepassten körperlichen Bewegung.
Zu den immer wieder diskutierten Fragen zählt jedoch, wie intensiv die Bewegung sein sollte, wie viele Minuten oder Stunden pro Tag oder Woche notwendig sind. Nach Angaben des Münchener Sportmediziners Martin Halle müssen es nicht täglich 30 Minuten sein, die schwitzend auf einem Fahrrad oder Laufband verbracht werden. Halle: „Ich bin ganz allgemein davon überzeugt, dass die meisten Ratschläge und Regeln für eine gesunde Lebensführung an den Lebensrealitäten unserer Patienten vorbeigehen. Der Effekt ist bekannt: Weil dreimal in der Woche je 30 Minuten zu joggen für die meisten Menschen nicht praktikabel ist, lassen es die meisten letztlich ganz sein“, so der Sportmediziner. Dass Bewegungseinheiten mindestens 30 Minuten dauern müssten, gelte in den meisten Fitnessprogrammen und Präventionsanleitungen als eiserne Regel. Halle: „Es ist aber höchste Zeit, mit diesem verbreiteten Irrtum aufzuräumen.“
Originaltext d.: The effect of physical activity on mortality and cardiovascular disease in 130 000 people from 17 high-income, middle-income, and low-income countries: The PURE study, The Lancet, Referenz: Deutsche Gesellschaft für Kardiologie.

Ausgabe Nr. 1, April 2018

Risikofaktoren bei US-Hodenkrebs Überlebenden

Untersucht wurden ca. 700 Patienten mit HK-Diagnose vor Alter 55.

Ergebnis: Das Risiko für kardiovaskuläre Erkrankungen mit metabolischem Syndrom (erhöhtes Risiko für abdominelle Fettleibigkeit, Bluthochdruck, Fettstoffwechselstörungen, Insulinresistenz (was Altersdiabetes auslöst), erhöhte Cholesterinwerte) steigt nach Chemo-Therapie.

Zusammenfassung: Lebenstil, Bewegung, Ernährung und Suchtmittelverbrauch anpassen

Originaltext s.: Clinical and Genetic Risk Factors for Adverse Metabolic Outcomes in North American Testicular Cancer Survivors

Testosteron-Therapie bei Testosteronmangel

Untersucht wurden Daten der Mayo Klinik und weitere Datenquellen

Ergebnis: Die Hauptrisiken von Testosteronmangel sind: kardiovaskuläre Leiden, Unfruchtbarkeit. Daher ist eine umsichtige, ärztlich abgestützte Behandlung dringlich. Für den Einsatz bei diagnostiziertem Prostatakrebs und vorhandenen kardiovaskulären Problemen ist zusätzliche Vorsicht und ärztliche Spezialerfahrung geboten, grundsätzlich ist der Einsatz aber umstritten. Die Datenmenge und Datenqualität dazu ist noch gering.

Nebenwirkungen von Testosteronmangel: Leistungs- und Muskelabbau, psychologische Unstabilität, usw.

Originaltext d.: Evaluation and Management of Testosterone Deficiency, The Journal of Urology

Suizidrate nach Prostata-, Blasen-, Nierenkrebs-Diagnose 5 x höher

Breite englische Überwachungsstudie

Ergebnis: Die Suizidrate ist 5 mal höher, insbesondere bei urologischen, bzw. Männerkrebsarten. Auch die Rate der umgesetzten Suizide ist deutlich höher.

Darum motivieren wir die Bevölkerung zur Früherkennung und damit zur frühen, oft fast nebenwirkungslosen Therapie. Es soll zum richtigen Zeitpunkt therapiert und die Zeit der aktiven Überwachung „Active Surveillance“ nach Möglichkeit genutzt werden.

Originaltext d.: Patients with Prostate, Other Urological Cancers Are 5 Times More Likely to Commit Suicide, Prostate Cancer News Today

Sogar wenige Minuten Bewegung pro Tag sollen vor Herzerkrankungen und Diabetes schützen können

The PURE-Studie

Ergebnis: Bereits ein Mindestmaß an körperlicher Aktivität kann die schlimmsten Folgewirkungen der Adipositas mildern und im günstigsten Fall sogar verhindern. Schon nach wenigen Wochen ist mit einem deutlich verbesserten Muskelstoffwechsel, einer erhöhten Elastizität der Gefäße und einer wieder gesteigerten diastolischen Herzfunktion zu rechnen.

Darum motivieren wir die Bevölkerung zur mässigen, angepassten körperlichen Bewegung.

Zu den immer wieder diskutierten Fragen zählt jedoch, wie intensiv die Bewegung sein sollte, wie viele Minuten oder Stunden pro Tag oder Woche notwendig sind. Nach Angaben des Münchener Sportmediziners Martin Halle müssen es nicht täglich 30 Minuten sein, die schwitzend auf einem Fahrrad oder Laufband verbracht werden. Halle: „Ich bin ganz allgemein davon überzeugt, dass die meisten Ratschläge und Regeln für eine gesunde Lebensführung an den Lebensrealitäten unserer Patienten vorbeigehen. Der Effekt ist bekannt: Weil dreimal in der Woche je 30 Minuten zu joggen für die meisten Menschen nicht praktikabel ist, lassen es die meisten letztlich ganz sein“, so der Sportmediziner. Dass Bewegungseinheiten mindestens 30 Minuten dauern müssten, gelte in den meisten Fitnessprogrammen und Präventionsanleitungen als eiserne Regel. Halle: „Es ist aber höchste Zeit, mit diesem verbreiteten Irrtum aufzuräumen.“

Originaltext d.: The effect of physical activity on mortality and cardiovascular disease in 130 000 people from 17 high-income, middle-income, and low-income countries: The PURE study, The Lancet, Referenz: Deutsche Gesellschaft für Kardiologie

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